75 Jahre SVO mit einer unvergesslichen Festwoche 2006

Den Kommers vergisst so schnell keiner!

So wie die Aktiven auf dem Platz gingen auch die Verantwortlichen des SV Ottfingen mit stolzer Brust und viel Selbstvertrauen in die Feierlichkeiten zum 75–jährigen Vereinsjubiläum. Schon das erste Wochenende mit dem Dorfturnier, Altligatag, Live Musikabend mit „Seven ab“ und einem Festgottesdienst mit Frühschoppen war bestens organisiert und wirklich alles klappte wie an der Schnur gezogen. Was dann im weiteren Verlauf der 10-tägigen „Festwoche“ noch so alles geboten wurde, macht es anderen Vereinen ganz, ganz schwer, etwas Gleichwertiges auf die Beine zu stellen.

RW Lennestadt gratuliert und bedankt sich für die Einladung mit Punkten!

Auch die fußballerischen Einlagen während der gesamten Feierwoche konnten das Stimmungsbarometer absolut im Hochdruckbereich halten. Die Rokittetruppe ließ beim 1:0 Sieg gegen Erndtebrück mit einer sehr engagierten Leistung nichts anbrennen und nahm dann hoch verdient gleich die drei Punkte gegen RW Lennestadt mit. Wie immer traf auch an diesem Tag Mehmet Er, der wie seine „Arbeitskollegen“ 2 Tage zuvor noch im schnieke weißen Anzug den Darbietungen auf dem Kommers gelauscht hatte.

Der SVO 2 unter Günter Arns schlug Gerlingen 2 mit 4:0 und entführte mit einem 4:2 auch die Punkte aus Elben, die SVO Damen von Frank Lahmers schickten den VSV Wenden mit 4:2 nach Hause und einzig die sonst so siegessicheren SVO 3 – Mannen konnten beim 2:2 gegen Wildbergerhütte 2 bzw. beim 1:1 in Möllmicke nicht gewinnen. Kaum zu glauben und für Trainer Carsten Fischbach ne harte Nuss zum Knacken…

So etwas kann einfach nur Ottfingen…. und das nicht ohne Grund!

Wie eine ganze Ortschaft solch eine ohnehin schon super verlaufende Festwoche noch toppen kann, war dann beim großen Festkommers am 08.09.2006 in der Dorfgemeinschaftshalle Hünsborn zu hören und zu sehen. Schon in der Begrüßungsrede brachte der erste Vorsitzende des SVO Dr. Joachim Klein den mutigen Kommentar: „So etwas kann nur Ottfingen!“ Und damit meinte er die einmalige Einsatzbereitschaft der unzähligen Helfer und aller Vereine der Ortschaft, die der Einladung durch den SVO ohne Ausnahme gefolgt waren. „Vielleicht kann das nicht nur Ottfingen, aber Ottfingen kann es nun mal.“ fügt der 1V noch hinzu. Spätestens am Ende des Abends wusste jeder Anwesende, was damit gemeint war! Auch wenn sich 75 Jahre schon etwas alt und „buckelig“ anhören, sei der SVO vital und jung wie eh und je: Noch nie hatte der Verein so viele Mitlieder, noch nie so viele Abteilungen, noch nie so viele Schiedsrichter, noch nie so viele Sitzplätze auf der Tribüne, und v.a. noch nie so viele aktive Sportlerinnen und Sportler und ganz, ganz wichtig: noch niemals so viele aktive Kinder, die beim SVO eine Heimat gefunden haben und sich Woche für Woche zum Sport im Verein treffen.

Eine der Hauptaufgaben des ersten Vorsitzenden sei es, zu loben, zu loben und nochmals zu loben. Kein Wunder also, dass an diesem Abend nicht nur allen Akteuren und Gästen in der Halle gedankt wurde, sondern einfach jedem, der in irgendeiner Funktion oder Form über die vielen Jahre verteilt wertvolle Dienste rund um den Verein geleistet hat. Dieses Lob gilt natürlich auch für Kinder, Jugendliche, Ehefrauen….. In gleiche Kerbe schlug auch Schirmherr Bürgermeister Peter Brüser der natürlich auch die besten Grüße der Gemeinde mitgebracht hatte und die hervorragenden Erfolge aller SVOler hervorhob.

Da bekamen Lehmreize, Linke, Gossens, Böhler und Co große Augen…

Unter den fast 700 Gästen in der sehr gut gefüllten Halle befanden sich „Prominente“ aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kirche, Presse sowie aus den Nachbarorten, wie man sie in so großer Vielfalt nicht so leicht auf derartigen Veranstaltungen finden kann.

Selbst Lothar Linke war überrascht: „So etwas habe ich in fast 30 Jahren Pressearbeit noch nicht erlebt“ und damit meinte er nicht nur die Besucher unter denen sich z.B. der MdB Hartmut Schauerte, Landrat Frank Beckehoff, die MdL`s Jung und Kruse, Schirmherr BM Brüser, die Pastoren Schlappe und Vornholz und sehr, sehr viele Vertreter aus Kreis- und Gemeinde, allen wichtigen Sportverbänden im Umfeld, allen Zeitungen, sehr viele ehemalige Fußballer des SVO und natürlich die Fans und Aktiven…

Das einmalige Programm beeindruckte dann sichtlich alle oben aufgeführten Gäste und Ehrengäste so wie auch die vielen Besucher aus der Ortschaft Ottfingen. Vielen war die Anspannung und gleichzeitig Freude und Stolz von den Lippen zu lesen, als z.B. der Kinderchor Kids Intact, der Männerchor Vocalart, der Männerchor Frohsinn, der Frauenchor oder der Kirchenchor Sankt Hubertus Hervorragendes boten. Da waren Vorträge zu hören, die man durchaus als höherklassig bis in die „Bundesliga-Region“ des Singens eingruppieren kann!

So bringt man einen Staatssekretär ins Schwärmen…

Hartmut Schauerte wollte dann auch gar nicht so recht glauben, dass er da nur Ottfinger bei all den tollen Vorträgen gesehen und gehört hatte. Nicht zuletzt auch durch die super Tanzeinlagen der Survivor Tanzgruppe geriet er vollends in Schwärmen, auch wenn die Musik direkt vor der Bühne nicht gerade leise war…

Wenn dann noch mehr als 80 Ottfinger Musiker aus Tambourcorps und Musikverein Treue zusammen Preussens Gloria, Alte Kameraden und „schwarz sind unsere Panzer, rot ist unser Blut…..“ in Form des Regimentsgrußes zum Besten geben, dann schwingen nicht nur die Holzbalken der Hallendecke, sondern auch sämtliche Besucher inklusive der Prominenz!

Im Anschluss daran war allen Beteiligten war allen Beteiligten pure Freude bei der inbrünstig gesungenen Nationalhymne anlässlich der Ehrung von verdienten Vereinsmitgliedern anzusehen. Der westfälische Fußball- und Leichtathletik -Verband nahm durch Andreas Hebbeker 10 Goldehrungen für 30 oder mehr Jahre aktive Mitarbeit im Verein vor. Zudem gab es für Othmar Bröcher noch die Vereinsehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft. Einen schöneren Rahmen kann man sich nicht vorstellen und das war den Geehrten auch anzumerken!

Der SVO bedankt sich bei allen Gästen und vor allem ganz Ottfingen!

Wie schön der ganze Abend bzw. die gesamte Festwoche war, kann jeder aus den Gesichtern der beiden Mädels von Kids Intakt ablesen. Das war für viele Freude pur und wird ganz sicher in vielen Köpfen noch sehr lange konserviert werden. Auch Wolfgang Schrage hatte mit seiner musikalischen Untermalung großen Anteil daran, denn seine Übersicht, Lockerheit und v.a. das Fachwissen konnte zu allen Anlässen gehört, gesehen und gespürt werden!

Das solch eine Festwoche nur gelingen kann, wenn unzählige Helfer an alle Ecken und Kanten mit anpacken, ist selbstverständlich. Dass diese das aber auch tun – und viele von ihnen wieder und wieder – ist noch lange nicht selbstverständlich.

Ihnen allen gebührt unser großer und herzlicher Dank so wie allen Ottfingern und auch „auswärtigen Helfern“ die in irgendeiner Weise beteiligt waren. Und natürlich auch allen Gästen in der prima gefüllten Dorfgemeinschaftshalle in Hünsborn.

Solch eine Festwoche und so einen super gelungenen Kommers bekommt nur eine Dorfgemeinschaft hin, in der alle bereit sind zu geben und zu helfen. Das ist das schöne an unserem beschaulichen Örtchen und darauf dürfen wir alle mit Recht stolz sein. Jeder der geholfen hat, dem wurde auch irgendwie etwas gegeben!

Altligaturnier und Festgottesdienst
Die „Alten Herren“, eine Bombenstimmung, ein denkwürdiger Feldgottesdienst, flotte Matrosen und sogar der König der Löwen am Siepen!

GW Elben konnte bei dem von der SVO- Altliga am 02.09.2006 organisierten Turnier „überraschend und verdient“ die ganze Konkurrenz aus der Gemeinde auf die Plätze verweisen. Was in der regulären Spielzeit nicht klappte, wurde mit eiskalten Nerven vom Punkt erledigt. Im Habfinale wurde der FSV Gerlingen nach 7-Meterschiesen mit 4:3 weggeputzt und im Finale dann die Altligisten aus Schönau ebenfalls nach 7-Meterschiessen mit 5:3. Schönau war durch einen souveränen Halbfinalsieg mit 3:0 über RW Hünsborn ins Finale gelangt. Natürlich gönnten sich die Elbener Jungs nach dem Finale noch das ein – oder andere „Pilsken“ im Kreise der Kollegen.

Eine Woche später scheiterte die Ü-40 Truppe der SVO Altliga bei der Pokalendrunde Kreis Olpe erst im Finale durch Elfmeterschiessen am FSV Gerlingen.

Wer die Gruppe „Seven ab“ dann am Abend verpasst hat, ist sozusagen selbst Schuld. Bei sommerlichen Temperaturen heizte die Band so richtig schön ein und die Stimmung im Festzelt bzw. unter den Eichen war super. Im heutigen Dialekt heißt das wohl: „das war eine supergeile Fete“. Klar, dass auch für das leibliche Wohl am Tresen und in fester Form bei den „dreien aus der Fritte“ (Dieter, Bernd und Jürgen) bestens gesorgt war.

Die letzten Gäste waren dann in der Nacht (noch immer in Partylaune) nur schwer aus dem Zelt zu bewegen und einige von Ihnen strandeten vor den Kühlschränken der Kellergemächer des Vereinsheimes. Die allzeit bereite Rentner-Aufräumkolonne des SVO machte dann mit Sonnenaufgang wieder klar Schiff und die Anlage erstrahlte im gewohnten Glanz zum Festgottesdienst.
Die akribische Vorbereitung der Organisatoren Manni Eich, Maik Niklas, Thorsten Ochel und Joachim Klein hatte sich gelohnt, denn vom Flambo bis hin zum Blumenschmuck der Tische durch Simone Luke war an alles gedacht worden.

Ein dickes Dankeschön an Pastor Schlappe, Referent Klement, Ursula Schneider, die Fußball-Messdiener, den Kirchenchor, Lothar Halbe am Keyboard, den Kapitänen der Fußball-Mannschaften und allen, die zum Gelingen dieser wirklich schönen Messe beigetragen haben.

Was dann zum anschließenden Frühschoppen geboten wurde, ließ manch einem Glanz und auch ein Paar Wassertropfen in die Augen kommen. Die Minnikicker bzw. die F-Jugend rackerten in strömendem Regen über den Sportplatz und zeigten, wie man auch bei widrigen Wetterverhältnissen sein Bestes geben kann.

Im Festzelt standen die beiden Kindertanzgruppen Funky Diamonds und Dancing Angels zum ersten Mal im Rampenlicht. Von Tänzerinnen der Gruppe Survivor bestens einstudiert waren „Matrosen ahoi“ und „der König der Löwen“ wirkliche Glanzlichter an einem absolut gelungenen Sonntag am Siepen. Die selbst geschneiderten Kostüme und natürlich die darin befindlichen hübschen Katzen bzw. Matrosen ließen die begeisterten Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes auf Tische und Bänke steigen. Dies alles wäre ein sehr trockenes Ereignis gewesen, hätte da nicht die Truppe vom Kirchenchor etwas Flüssiges gezapft und wäre die Küche beim Dieter kalt geblieben…

Der Kommentar von Jung und Alt war dann auch einstimmig: „einfach nur schön“! und einige externe Besucher wie z.B. Dieter Engel, die das Wochenende miterlebt hatten, waren sich auch schnell einig: „so was kann nur Ottfingen“!

Dorfturnier in der Festwoche
„Berker-Profis“ lassen nichts anbrennen!

Das Dorfturnier zum Anlass des 75–jährigen Jubiläums des SVO war bei herrlichem Sommerwetter ein äußerst gelungener Auftakt zur Festwoche. Fast alle Ottfinger Vereine beteiligten sich vor einer prächtigen Kulisse bei diesem Spektakel und sogar die Kirchengemeinde hatte mit Pastor Schlappaeinen wieselflinken Stopper alter polnischer Schule mit ins Rennen geschickt, doch seine gute Leistung allein reichte nicht.

Gespickt mit einigen ehemaligen Verbandsliga – Spielern aus der Gemeinde konnte auch die tapfer kämpfende Truppe des MGV Ottfingen die Mannen um Rudi Schneider und Matthias Rademacher im Finale nicht stoppen. Mit 3:1 Toren gewann die „Werkself“ locker den Pokal beim vom Günther Arns und seinen Spielern der 2. Mannschaft organisierten bestens Turnier. Selbst im Finale trugen die MGV-Sänger sehr zur Freude von Coach Günter Stock noch ihr originelles Trikot mit weißem Hemd und Krawatte.

Im kleinen Finale siegten die z.T. weit gereisten SVO-Oldies im 7-Meterschiessen gegen den SVO-Jugendvorstand. Nichts verlernt hatte dabei insbesondere „Basta“ Heinz-Egon Niklas, der in allen Partien brillierte.

Obwohl die Jugendbosse alles in die Wagschale warfen, was zu bekommen war, scheiterte man im Halbfinale an den Krawattenmännern und da half auch der Bund zu Schiri Thomas Schönauer, der zusammen mit Frank Lahmers als schwarzer Mann mitwirkte, überhaupt nichts.

Natürlich war auch der SVO–Vorstand mit von der Partie und kämpft ganz, ganz wacker. Trotz geistlichem Beistand und hervorragender Torwartleistungen sollten die Funktionäre aber lieber beim Planen und Organisieren bleiben und das Spielen anderen überlassen. Ohne die wackeren Helfer an der Seite, wäre alles deutlich schwerer. Also auch wichtige Leute!

Wie selbstverständlich wurde nach der Siegerehrung durch Ortsvorsteher Hubert Halbe die so wichtige „dritte Halbzeit“ im Festzelt mit Musik von Wolfgang Schrage (WeSO -Veranstaltungssysteme Ottfingen) für alle Teilnehmer und Fans ein unvergessliches Ereignis. Das ein- oder andere Bierchen und auch die feste Kost aus dem Grillstand von Dieter, Jürgen und Bernd wurden reichlich genossen und eine Beule gab es für einen standfesten Fan noch obendrauf. Zum Glück ist aber nichts Ernstes passiert!

Da konnte man einfach nur bestätigen:

Herzlich willkommen
75 jährigen Jubiläum des SVO

Eigentlich ganz hoch gehandelt konnte die Truppe um den Eichs-Clan und Christian Luke den Erwartungen nicht gerecht werden. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal und dabei sein war für die meisten an diesem Abend ohnehin alles…

Im Namen des SVO
ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkende, Helfer, Freunde, Fans, Gäste und alle die hier nicht erwähnt wurden.