Sieg im Nachbarschaftsduell!

Bezirksliga 5: SVO.Eins – SV Fort. Freudenberg 3:2 (0:1)

Es war die erhoffte Reaktion der Weller-Elf auf die deutliche Niederlage im LWL-Spiel. Gegen den Favoriten und Tabellenzweiten aus Freudenberg gab es einen verdienten und viel umjubelten 3:2-Heimsieg vor knapp 280 Zuschauern am heimischen Siepen.

In den ersten zehn Minuten setzen die Flecker die gelb-schwarzen ordentlich unter Druck, wo auch noch eine gewisse Verunsicherung zu spüren war. Aber mit dem ersten gefährlichen Angriff über Fabian Kolb und Michael May wurde die Elf vom Siepen mutiger und auch zielstrebiger in der Offensive.

Trotzdem kam in der 20.Spielminute der Rückschlag. Nach einem unnötig verursachten Freistoß, der von Yannis Freitag im Halbfeld getreten wurde, brachte Steffen Freitag die Gäste per Kopf in Führung. Allerdings wurde während der Ausführung das Foulspiel an Nico Bröcher nicht geahndet. Leider blieb auch der „Kölner Keller“ stumm.

Doch die Siepen-Kicker zeigten Moral, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, kämpften und spielten ordentlich mit. Die Fortunen waren davon überrascht, verloren dadurch ihren Pfaden und ließen sich vom SVO in die eigene Hälfte drängen. Allerdings versäumte es die Weller-Elf den vorzeitigen Ausgleich zu erzielen. Michael May scheiterte zweimal (23. und 45.) äußerst knapp. So ging es mit dem 0:1 in die Halbzeit.

Aber die Ottfinger Jungs kamen genauso aggressiv aus der Kabine zurück, wie sie aufgehört hatte und legten los wie die Feuerwehr. Zunächst klatschte Fabian Kolbs Schuss an den Außenpfosten (47.), ehe er nur drei Minuten später den Ball mustergültig querlegte, wo Michael May den verdienten Ausgleich erzielen konnte. Doch auch die schwarz gekleideten Freudenberger ließen danach zwei Großchancen liegen. Zunächst köpfte Jonas Andrick neben das Tor und Baris Yanmis spielte einen aussichtsreichen Konter glücklicherweise miserabel aus.

Nach einer Stunde wurde es hitzig. Im Ottfinger Strafraum fuhr der Freudenberger Dustin Holzhauser seine Hand aus und traf dabei seinen Gegenspieler. Es sah stark nach einer Tätlichkeit aus und der Schiedsrichter ließ sich für seine Urteilsverkündung ausreichend Zeit. Schließlich zückte die gelb-rote Karte für den Flecker. Aus diesem Freistoß heraus sollte die nächste Schlüsselszene des Spiels entstehen. Michael May wurde einmal mehr von Pesan Yonis freigespielt und wollte zum Torschuss ausholen, wo die Grätsche vom Freudenberger Abwehrspieler Steffen Freitag folgte, der so den Torschuss verhinderte. Zwar wurde irgendwie auch der Ball gespielt, aber es war schon eine äußerst rustikale Aktion, die der Schiedsrichter als Notbremse bzw Verhinderung einer Tormöglichkeit bewertete und somit den Spieler mit der roten Karte ebenfalls zum Duschen schickte.

Der folgende Freistoß (62.) an der Straßraumgrenze zirkelte Pesan Yonis gekonnt ins Tor zur 2:1-Führung für den SVO. Der Jubel war groß – das Spiel gedreht.

Eigentlich hätten die gelb-schwarzen nun das Bällchen laufen lassen müssen, trotz zweimaliger Überzahl auf dem Feld. Aber das taten sie nicht. Es wurde eher ein Gang zurückgeschaltet, was beinahe bestraft worden wäre. Doch Keeper Tin Böcher war zweimal auf dem Posten.

Die nächste kuriose Szene gab es dann in der 82.Spielminute, wo der Schiedsrichter auf Straßstoß für Freudenberg entschied. Fabian Kolb klärte einen Ball zur Ecke, sprang hoch ab und dazu mit gestrecktem Bein voraus. Der Referee entschied auf gefährliches Spiel. Da aber aus SVO-Sicht kein Gegenspieler getroffen wurde, hätte es einen indirekten Freistoß geben müssen, was ein neutraler SR-Beobachter bestätigte. Diese Situation wird bestimmt im kommenden „Doppelpass“ auf Sport 1 ausgiebig diskutiert. Und für alle Regelkenner und zukünftigen Schiedsrichter: Am Samstag 05.März findet ein neuer SR-Lehrgang statt, wo diese Situation von den Lehrwarten sicherlich besprochen wird.

Aber zurück zum Spiel. Freudenberg nahm das Geschenk an, denn Robin Wiesemann verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:2.

Doch der SVO stecke nicht auf und wollte die drei Punkte am Siepen halten. So war es ein Sonntagsschuss vom eingewechselten Daniel Fernandes aus gut 23 Metern, der den Ball zum 3:2 ins lange Eck „schaufelte“. In der Folgezeit gab es noch ein zwei weitere Möglichkeiten zum 4:2, diese aber nicht genutzt wurden. Florian Richstein und auch Kubilay Basoglu scheiterten aussichtsreich. So blieb es schließlich beim 3:2.

Mit dem Abpfiff brannte ein Jubelschrei auf. Sowohl Spieler wie auch Fans freuten sich über diese gelungene Revanche. Für alle Beteiligten war dies Balsam auf die arg gescholtene SVO-Seele. Soll kann und soll es nun weitergehen!

Freistoß Tor durch Pesan Yonis zum 2:1 (Video startet durch anklicken im separatem Tab)

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