Erste verliert

Bezirksliga 5: FC Altenhof – SVO.Eins 3:0 (3:0)

Es bleibt dabei. Die negativ Auswärtsspiel-Serie am Winterhagen bleibt bestehen. Am Ende gab es erneut eine 3:0-Niederlage.

Die Partie war vom Ergebnis her bereits zur Pause entschieden. Die Altenhofer, die nicht zuletzt durch den Zeitungsartikel eine zusätzliche Motivationsspritze bekamen, waren verdammt effektiv und hatten auch das Glück auf deren Seite. So gingen die Gastgeber mit einem nicht alltäglichen Heber ins lange Eck durch Nowak (14.) mit 1:0 in Front. Hier wurde versäumt, den Spielzug der Gebrüder Schneider zu unterbinden.

Erneut mussten also die Weller-Schützlinge also einem Rückstand hinterherlaufen. Fabian Kolb besaß eine der wenigen Möglichkeiten (18.), aber sein Geschoss wurde noch aus dem Giebel gefischt. In der Folgezeit blieb es ein offenes Spiel, sicherlich zugunsten des FCA. Aber zwingende Torchancen blieben aus. So war es in der 34.Spielminute ein erneuter Stellungsfehler, der es Jens Solbach ermöglichte den Ball ohne Probleme zu flanken und fand mit Justin Groos einen Abnehmer zum 2:0.

Es war allerdings nicht so, dass der FCA die gelb-schwarzen an die Wand spielte. Die Jungs vom Siepen versuchten dranzubleiben und hatten erneut die Möglichkeit durch Fabian Kolb (36.) und Amin Aloui (38.) zum Anschlusstreffer. Aber das Quäntchen Glück fehlte gänzlich. So klatschte der Schuss von Kolb zweimal ans Aluminium – sprang aber nicht ins Tor. Und dieses Glück muss man erzwingen, was der SVO aber nicht tat.

Auf der Gegenseite fiel dann die Vorentscheidung. Der gut leitende Schiedsrichter Marcel Kaufmann gab einen Elfmeter zugunsten der Platzherren. Es war halt eine “Kann“ – Entscheidung, wo man sich nicht unbedingt beschweren darf, der Pfiff aber auch nicht unbedingt ertönen muss. Jannik Schneider verwandelte schnörkellos in die Mitte (40.). SVO.Keeper Marreiks hatte Pech, da er sogar das Bein noch hochzog, der Ball aber unter die Querlatte ins Netz flog. So ging es dann in die Halbzeitpause.

Trainer Weller reagierte und wechselte doppelt. Nach Wiederanpfiff hatte der SVO gefühlt 75% Ballbesitz, konnte aber kaum Gefahr entwickeln. Es gab sicherlich Torabschlüsse, aber diese waren sichere Beute für Keeper Hagenbäumer bzw gingen neben das Tor. Die dicken Dinger vergaben Fidel Delibalta sowie Michael May in aussichtsreicher Position. Die Siepenkicker hätten vermutlich noch drei Stunden spielen können, aber ein Tor wäre nicht gefallen. All zu viel hatte der FCA auch nicht mehr parat. Lediglich Jannik Schneider hätte nochmal treffen müssen, vergab aber kläglich.

So blieb es schließlich beim Altenhofer Sieg, der aufgrund der ersten Hälfte und deren kämpferischen Leistung sicherlich verdient ist. Die (fehlende) Derbyeinstellung war heute vielleicht entscheidend. Während die Grünen über jeden gewonnenen Zweikampf, Einwurf und Abstoß jubelten, haderten die Gelben zumeist mit sich selbst. Schade.

Nach dem Schlusspfiff revanchierten sich zudem die Heim-Fans lautstark in Richtung Trainer Marko Weller. Damit sollte das Thema dann auch erledigt sein.